Meine 10 besten Tipps für dein Foto-Shooting

| Marketing verstehen

 

Du hast dich entschieden: Es wird Zeit für professionelle Fotos. Super! Aber bevor du einen Fotografen buchst und vor die Kamera trittst, gibt es einige Dinge, über die du dir im Vorfeld Gedanken machen solltest. Denn ein gutes Foto-Shooting ist kein Zufall – es ist das Ergebnis guter Vorbereitung.

 

Kurzantwort: Kläre vorab, welche Botschaft die Fotos transportieren sollen, wo sie eingesetzt werden und welche Motive du brauchst. Hol dir drei Angebote von Fotografen ein, kläre die Fotorechte schriftlich und erstelle ein detailliertes Briefing. Plane außerdem Outfit, Location und eine professionelle Visagistin ein.

 

1. Was sollen die Fotos transportieren?
Bevor auch nur ein Bild geschossen wird, solltest du dir eine grundlegende Frage stellen: Welche Botschaft sollen deine Fotos vermitteln? Seriös und kompetent? Nahbar und herzlich? Modern und dynamisch?

Deine Fotos sind ein Teil deiner Corporate Identity – sie sollen zu deiner Marke passen und deine Wunschkunden ansprechen. Wer sich das vorher nicht überlegt, bekommt zwar schöne Fotos – aber vielleicht die falschen.

2. Wo werden die Fotos eingesetzt?
Website, Social Media, Flyer, Präsentationen, etc. – je nachdem, wo die Fotos landen sollen, braucht es unterschiedliche Formate und Bildausschnitte. Ein quadratisches Bild für Instagram ist etwas anderes als ein breites Headerbild für die Website. Das muss bei der Bildkomposition berücksichtigt werden. 

Kläre das im Vorfeld mit deinem Fotografen. So stellst du sicher, dass du am Ende für jeden Kanal das passende Material hast – und kein wichtiges Foto im falschen Format vorliegt.

3. Welche Motive brauchst du?
Mach dir eine Liste: Brauchst du ein klassisches Portraitfoto? Fotos bei der Arbeit? Bilder deines Teams, deiner Räumlichkeiten oder deiner Produkte? Details aus deinem Arbeitsalltag?

Je konkreter du weißt, was du brauchst, desto effizienter wird das Shooting – und desto weniger Fotos fehlen dir hinterher.

Und noch etwas, das für Kleidung, Location und Motive gleichermaßen gilt: Wähle ein Szenario, indem du dich möglichst wohl fühlst. Dann entspannen sich deine Gesichtszüge automatisch und die Fotos werden natürlicher – und werden dir besser gefallen.

4. Die Wahl des richtigen Fotografen
Nimm dir die Zeit, drei Fotografen in deiner Umgebung zu recherchieren. Erstelle dir vorher eine Checkliste mit deinen Anforderungen – welche Motive brauchst du, welche Formate, welches Budget – und hol dir auf dieser Basis drei Angebote ein. So ist sichergestellt, dass jeder dasselbe Briefing bekommt und du die Angebote wirklich vergleichen kannst.

Die meisten Fotografen zeigen Ausschnitte ihrer Arbeiten auf ihrer Website – schau dir diese genau an. Denn Fotografen haben oft unterschiedliche Spezialisierungen: manche sind auf Portraits fokussiert, manche auf Architektur, manche auf andere, ganz spezielle Themen. In ihrem Fachgebiet sind sie erfahrungsgemäß besonders stark.

Das bedeutet: Auch ein Architekturfotograf kann durchaus schöne Portraits machen – aber es ist nicht seine Kernkompetenz. Wenn du professionelle Businessfotos von dir brauchst, bist du bei jemandem, der genau das regelmäßig macht, in den besten Händen.

Und noch etwas, das genauso wichtig ist wie Preis und Portfolio: Such dir einen Fotografen, der dir sympathisch ist. Wenn du kein Profi-Fotomodell bist – und das sind die wenigsten von uns – wirst du merken, wie viel leichter das Shooting läuft, wenn du dich verstanden und wohl fühlst. Ein gutes Einvernehmen mit deinem Fotografen ist kein nettes Extra, es ist ein entscheidender Faktor für das Ergebnis.

Noch ein wichtiger Punkt: die Fotorechte. Kläre vor dem Shooting schriftlich, wofür du die Fotos verwenden darfst und unter welchen Rahmenbedingungen. Darfst du die Bilder auf deiner Website, auf Social Media und in gedruckten Materialien einsetzen? Ist bei der Verwendung ein Fotocredit – also die Nennung des Fotografen – anzugeben?

Bei Businessportraits werden die Nutzungsrechte häufig mit der Bezahlung komplett an den Auftraggeber übertragen – aber auch das gehört schriftlich festgehalten. Ein seriöser Fotograf regelt das von sich aus im Angebot. Wenn nicht, frag aktiv nach, sonst drohen im schlimmsten Fall böse (und mitunter teure) Überraschungen.

5. Briefing: Zeig dem Fotografen, was du willst
Auch ein guter Fotograf ist kein Gedankenleser. Je besser du ihm erklärst, was du brauchst und wie du wirken möchtest, desto besser wird das Ergebnis.
Sammle im Vorfeld Beispielfotos, die dir gefallen. Erkläre deine Marke, deine Zielgruppe und deine Wunschbotschaft. Ein gemeinsames Vorgespräch spart Zeit beim Shooting – und Enttäuschungen danach.

6. Wo findet das Shooting statt?
Der Hintergrund und die Location sagen viel über dich und dein Unternehmen aus. Dein Büro, das Fotostudio, ein neutraler Hintergrund, draußen in der Natur – jede Location transportiert eine andere Stimmung.

Überlege, was gut zu dir und deiner Marke passt. Und sprich das unbedingt mit dem Fotografen ab – er kann dir dabei helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

7. Was ziehst du an?
Deine Kleidung sollte zu deiner Marke passen – und zu dem, was du transportieren möchtest. Wer als herzliche, nahbare Unternehmerin wahrgenommen werden will, greift zu anderen Farben und Schnitten als jemand, der Seriösität und Kompetenz in den Vordergrund stellt. Bereite mehrere Outfits vor. So kannst du im Shooting variieren und hast am Ende mehr Auswahl – und mehr Einsatzmöglichkeiten für die fertigen Bilder.

Noch ein praktischer Hinweis: Verzichte auf kleine, eng gewebte Muster wie feine Karos oder enge Streifen. Sie können auf Fotos unter Umständen einen sogenannten Moiré-Effekt erzeugen – eine unschöne Verzerrung des Musters, die du auf deinen Bildern definitiv nicht haben willst. Wähle auch die Farben deiner Kleidung mit Umsicht aus: wenn du sehr blass bist und vielleicht auch noch helle Haare hast, ist eine weiße Bluse nicht unbedingt vorteilhaft – zu wenig Kontrast.

8. Hol dir Unterstützung: Visagistin buchen
Ein Tipp, den viele unterschätzen: Buche für dein Shooting eine Visagistin. Die meisten sind nicht nur ausgebildete Makeup-Artists, sondern haben zusätzlich auch eine Friseurausbildung. Beides ist für dein Shooting eine großartige (und meiner Erfahrung nach unverzichtbare) Unterstützung.

Auch wenn du sonst ungeschminkt unterwegs bist: Eine gute Visagistin unterstreicht deine Vorzüge und lässt weniger vorteilhafte Bereiche dezent in den Hintergrund treten. Das Ergebnis wirkt natürlich – nur eben „die beste Version“ von dir.

Und das gilt übrigens genauso für die Herren der Schöpfung: Die Frisur sitzt, die Haut glänzt nicht, und du sparst dir teure Nachbearbeitungszeit in der Bildbearbeitung.

Eine geübte Visagistin hat außerdem einen wachen Blick für Kleinigkeiten während des Shootings – ein Fussel am Sakko, eine schiefe Krawatte, ein Haar, das nicht liegt – und greift rettend ein, bevor der Fotograf auf den Auslöser drückt.

Übrigens: Das ist kein Job für die beste Freundin, die gut schminken kann. Foto-Makeup erfordert spezielle Kenntnisse – denn Licht und Kamera wirken wie Filter und verändern, wie Farben und Kontraste auf dem Foto zur Geltung kommen. Was im Spiegel perfekt aussieht, kann auf dem Bild ganz anders wirken – und umgekehrt. Eine professionelle Visagistin weiß genau, wie sie das Makeup darauf abstimmt. Und genau das macht den Unterschied. 

Viele Fotografen haben gute Kontakte oder Empfehlungen von Visagistinnen, mit denen sie regelmäßig zusammenarbeiten. Frag einfach nach! Der Aufpreis ist meistens überraschend leistbar. 😊

9. Dein Foto-Shooting als Teamwork
Beziehe eine Person aus deinem Umfeld in das Projekt „Foto-Shooting“ mit ein: deine beste Freundin, einen guten Freund – jedenfalls eine Vertrauensperson. Besprich mit dieser Person deine Outfits und Ideen für das Shooting und lass dich am Tag X von ihr begleiten. Damit hast du nicht nur jemanden, der dich emotionell unterstützt, sondern auch ein kritisches Auge auf das Setup werfen und dir ehrliches Feedback geben kann. Außerdem kann deine Begleitung mit dem Handy ein paar „Behind-the-scenes“-Fotos schießen und du kannst so deine Follower an diesem Ereignis teilhaben lassen. 

Gemeinsam sind Herausforderungen oft leichter zu bewältigen – und es macht defintiv mehr Spaß. 

10. Wie oft solltest du Fotos erneuern?
Fotos altern – du veränderst dich, dein Unternehmen entwickelt sich weiter, dein Angebot wächst. Als Faustregel gilt: alle zwei bis drei Jahre ist ein neues Shooting sinnvoll. Oder früher, wenn sich deine Marke, dein Auftritt oder auch dein Aussehen grundlegend verändert hat. Plane Foto-Shootings daher nicht als einmalige Sache, sondern als fixen Bestandteil deines Marketings.

Fazit: Vorbereitung ist die halbe Miete
Ein professionelles Foto-Shooting ist eine Investition – und wie bei jeder Investition gilt: Je besser du vorbereitet bist, desto mehr kannst du herausholen. Nimm dir die Zeit, diese Punkte im Vorfeld zu klären, und du wirst mit dem Ergebnis zufrieden sein. 😊